Die
Aufnahme von Entwicklungen im staatlichen Bereich, die zur Einführung
leistungsbezogener Besoldungselemente führten, muss im kirchlichen Bereich
besonderen Organisationsanforderungen gerecht werden. Insbesondere sollten die Rückmeldungen
auf die Leistungen von Kirchenbeamten, Pfarrerinnen und Pfarrern der Eigenart
der pfarramtlichen Tätigkeit in einer Dienstgemeinschaft entsprechen (1).
Die in Befragungen und Experteninterviews zu Tage tretende Notwendigkeit, die in
unterschiedlichen Leitbildern gleichermaßen verankerte kirchliche Wahrnehmungs-
und Wertschätzungskultur zu verstärken, setzt voraus, ein zugleich kohärentes
wie flexibles System kirchlicher Leistungsrückmeldung zu entwickeln und wirksam
werden zu lassen. Dieses kann neben tätigkeits-, funktions- und
entwicklungsbezogenen Elementen vor allem (aber nicht nur) nicht monetärer Art
auch besoldungsbezogene Elemente enthalten (2).
Als Ausdruck einer Kultur kirchlicher Wertschätzung lässt ein solches System
auch mehr Möglichkeiten erkennen, die zwischen Ablehnung und Befürwortung sich
abzeichnende Skepsis und Zurückhaltung gegenüber solchen Elementen in der
Mehrheit der Pfarrerschaft zu überwinden (3).
Die Einzelergebnisse der Studie werden zunächst im jeweiligen Begründungskontext
erläutert. Wir fassen sie abschließend noch einmal zusammen (4).