Leistungsbesoldung im Pfarramt?

Das Fazit der IWS-Studie 2007 für die EKD

  

   

Die Aufnahme von Entwicklungen im staatlichen Bereich, die zur Einführung leistungsbezogener Besoldungselemente führten, muss im kirchlichen Bereich besonderen Organisationsanforderungen gerecht werden. Insbesondere sollten die Rückmeldungen auf die Leistungen von Kirchenbeamten, Pfarrerinnen und Pfarrern der Eigenart der pfarramtlichen Tätigkeit in einer Dienstgemeinschaft entsprechen (1).

   
Die in Befragungen und Experteninterviews zu Tage tretende Notwendigkeit, die in unterschiedlichen Leitbildern gleichermaßen verankerte kirchliche Wahrnehmungs- und Wertschätzungskultur zu verstärken, setzt voraus, ein zugleich kohärentes wie flexibles System kirchlicher Leistungsrückmeldung zu entwickeln und wirksam werden zu lassen. Dieses kann neben tätigkeits-, funktions- und entwicklungsbezogenen Elementen vor allem (aber nicht nur) nicht monetärer Art auch besoldungsbezogene Elemente enthalten (2).

   
Als Ausdruck einer Kultur kirchlicher Wertschätzung lässt ein solches System auch mehr Möglichkeiten erkennen, die zwischen Ablehnung und Befürwortung sich abzeichnende Skepsis und Zurückhaltung gegenüber solchen Elementen in der Mehrheit der Pfarrerschaft zu überwinden (3). 

   
Die Einzelergebnisse der Studie werden zunächst im jeweiligen Begründungskontext erläutert. Wir fassen sie abschließend noch einmal zusammen (4).